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Was für ein Finale in Wentworth! JJ Spaun hat am 20. September 2026 die BMW PGA Championship gewonnen – das Flaggschiff-Turnier der DP World Tour und eines der prächtigsten Events im europäischen Golfkalender. Der US-Open-Champion von 2025 siegte mit gesamt 17 unter Par (271 Schläge) und zwei Schlägen Vorsprung. Dahinter: ein Herzschlagfinale, ein bitteres Doppelbogey und ein Rory McIlroy, der wieder einmal ganz nah dran war. Hier kommt alles, was du zum Turnier vom 17. bis 20. September 2026 wissen musst.

Vier Birdies auf den letzten fünf Löchern

Spaun spielte am Finalsonntag auf dem West Course von Wentworth eine 67er-Schlussrunde (5 unter Par) – und zwar genau dann, wenn es zählte. Laut DP World Tour holte der Amerikaner auf den letzten fünf Löchern vier Birdies und setzte sich damit an die Spitze, als der Druck am größten war. „Du kannst hier Eagle, Eagle machen – aber genauso gut Bogey, Bogey“, beschrieb Spaun anschließend die berühmt-berüchtigte Schlussstrecke in Wentworth. Genau diese Ambivalenz wurde seinem schärfsten Konkurrenten zum Verhängnis.

Das Elvira-Drama auf der 18

Der Spanier Manuel Elvira war als Co-Führender in den Sonntag gestartet und lieferte lange ein starkes Duell. Auf der 17 gelang ihm sogar ein Eagle, mit dem er zwischenzeitlich mit Spaun gleichzog. Doch dann kam die 18: Nach einem Lay-up, der im Fairwaybunker landete, notierte Elvira ein Doppelbogey – und stürzte damit vom möglichen Playoff auf den geteilten zweiten Platz ab. Laut Golf Post haderte der Spanier danach vor allem mit der Schlagwahl beim Lay-up zur falschen Zeit. Für Elvira wäre es der mit Abstand größte Sieg seiner Karriere gewesen – so bleibt immerhin die Gewissheit, vier Tage lang auf Augenhöhe mit der Weltspitze gespielt zu haben, und ein geteilter zweiter Platz beim Flaggschiff-Event der Tour. Bitter – aber auch ein Lehrstück darüber, wie schnell auf einem Par 5 aus Angriff plötzlich Schadensbegrenzung wird.

McIlroy wieder Zweiter – und trotzdem im Plan

Rory McIlroy lieferte mit einer 68er-Schlussrunde (4 unter Par) ein gewohnt starkes Finish und landete mit gesamt 15 unter Par auf dem geteilten zweiten Platz – gemeinsam mit Elvira, Aaron Rai und Adam Scott. Laut Sky Sports reichte auch eine späte Aufholjagd nicht mehr, um Spaun ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Für das Race to Dubai bleibt der Nordire aber voll auf Kurs – mit Blick auf die verbleibenden Turniere seiner DP-World-Tour-Saison sammelte er in Wentworth wichtige Punkte im Kampf um die Jahreswertung.

So schlugen sich die DACH-Spieler

Aus deutscher Sicht war das Turnier ein Wechselbad. Die gute Nachricht zuerst: Freddy Schott zeigte am Sonntag mit einer 67 (5 unter Par) die vielleicht beste deutsche Runde der Woche und schob sich mit gesamt 10 unter Par noch auf den geteilten 27. Platz. Nicolai von Dellingshausen, der den Cut wie Schott erst auf den letzten Drücker geschafft hatte, fiel mit einer schwachen Schlussrunde auf Rang 72 (1 über Par) zurück. Marcel Schneider musste das Turnier vorzeitig aufgeben, Marcel Siem und Thomas Rosenmüller verpassten den Cut. Bester Spieler aus dem deutschsprachigen Raum war einmal mehr der Österreicher Sepp Straka: Mit einer 66er-Schlussrunde (6 unter Par) und gesamt 12 unter Par landete er auf dem geteilten 15. Platz.

Was der Sieg für Spaun bedeutet

Für JJ Spaun ist der Triumph in Wentworth ein echter Meilenstein: sein erster Sieg in der Rolex Series und nach der US Open 2025 der zweite Titel, der für die DP World Tour zählt. Laut DP World Tour ist er zudem erst der dritte Amerikaner, der die BMW PGA Championship gewinnt – nach Arnold Palmer und Billy Horschel – und der erste Spieler seit Byeong Hun An im Jahr 2015, der das Turnier gleich bei seinem Debüt gewinnt. Dazu gab es ein Preisgeld von rund 1,53 Millionen US-Dollar. Pikantes Detail am Rande: Spaun nannte nach der Runde ausgerechnet seine Nichtberücksichtigung für das amerikanische Presidents-Cup-Team als Extra-Motivation für die Turnierwoche in Wentworth. Wenn das die Antwort ist, dürfte man ihn in Zukunft besser nicht mehr übergehen. Hinter der Spitzengruppe reihten sich übrigens Joost Luiten, Matt Fitzpatrick, Ryan Fox und Filippo Celli mit jeweils 14 unter Par auf dem geteilten sechsten Platz ein.

Was du aus Wentworth mitnehmen kannst

Die Schlusslöcher von Wentworth haben mal wieder gezeigt: Auf erreichbaren Par 5 entscheidet nicht der Mut, sondern der Plan. Elvira verlor das Turnier nicht wegen eines schlechten Schwungs, sondern wegen einer Entscheidung. Für dein eigenes Spiel heißt das: Leg dir vor der Runde fest, auf welchen Löchern du angreifst – und wo ein braves Lay-up auf deine Lieblingsdistanz die klügere Wahl ist. Wenn du dabei auf Distanz und Fehlerverzeihung setzt, schau dir mal den Lobbie BOLD an; wenn du lieber über Spin und Kontrolle ins Grün arbeitest, ist der Lobbie PURE dein Kandidat. Play clean. Tee bold.

Fazit: Wentworth liefert immer

Die BMW PGA Championship 2026 hatte alles, was Golf so brutal und so großartig macht: einen kaltschnäuzigen Sieger, einen tragischen Helden und ein Publikum, das auf den Tribünen am 18. Grün kaum noch Luft bekam. JJ Spaun hat sich mit diesem Sieg endgültig in der europäischen Golfwelt vorgestellt, McIlroy bleibt im Titelrennen der Saison – und aus deutscher Sicht macht vor allem Freddy Schotts starkes Wochenende Lust auf mehr. Weiter geht es auf der DP World Tour bereits vom 24. bis 27. September 2026 mit der FedEx Open de France in Paris.

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