Fünf Schläge Vorsprung sind im Golf ein Polster – aber kein Ruhekissen. Genau das hat der Finalsonntag der BMW Championship 2026 im Bellerive Country Club eindrucksvoll gezeigt. Wyndham Clark hat das zweite Playoff-Event des FedEx Cups am Sonntag, 23. August, in St. Louis gewonnen, musste dafür aber deutlich mehr zittern, als es die Ausgangslage vermuten ließ: Rory McIlroy holte den kompletten Rückstand zwischenzeitlich auf, ehe Clark die Nerven behielt und mit 17 unter Par (263 Schläge) ins Ziel kam – drei Schläge vor Patrick Cantlay. Und aus DACH-Sicht? Sepp Straka kämpfte bis zum Schluss um sein Ticket für die Tour Championship – und verlor. Denn in St. Louis ging es um mehr als Preisgeld: Nur die besten 30 des FedEx Cups dürfen kommende Woche beim Finale in Atlanta antreten. Hier kommt der komplette Report.
BMW Championship 2026: Clarks fast perfekte Woche
Bellerive, Par 70, 7.448 Yards, 50 Spieler, kein Cut, 20 Millionen US-Dollar Börse – und ein Mann, der von Donnerstag an lieferte. Clark eröffnete mit zwei 64er-Runden und blieb dabei laut Golf Post über die ersten 36 Löcher komplett bogeyfrei – laut AFP zum ersten Mal in seiner PGA-Tour-Karriere. Am Samstag legte er eine 65 nach – mit fünf Birdies und einem Eagle innerhalb von nur acht Löchern – und nahm bei 17 unter Par fünf Schläge Vorsprung auf McIlroy und Cantlay mit in die Finalrunde. Die Führung, die er sich laut Golf Post am Freitag geschnappt hatte, gab er bis zum Schluss nicht mehr her – auch wenn es am Sonntag deutlich enger wurde, als ihm lieb sein konnte.
Am Sonntag wurde es dann trotzdem ein Krimi. Clark brauchte am Ende eine Even-Par-70, um den Sieg festzuzurren – wie er die Attacke von McIlroy abwehrte, liest du gleich. Der Lohn: 3,6 Millionen US-Dollar Siegerscheck und 750 FedEx-Cup-Punkte, wie der Liveblog von CBS Sports festhielt.
Die Endabrechnung von Bellerive
So sah die Spitze des finalen Leaderboards laut ESPN aus:
- 1. Wyndham Clark – 17 unter Par (263)
- 2. Patrick Cantlay – 14 unter Par
- 3. Rory McIlroy – 13 unter Par
- T4 Collin Morikawa, Chris Gotterup und Gary Woodland – je 12 unter Par
McIlroys Aufholjagd – und warum sie nicht reichte
Rory McIlroy startete mit fünf Schlägen Rückstand in den Sonntag – und spielte dann eine dieser Runden, für die man ihn liebt. Obwohl er auf den Front Nine laut CBS Sports nur ein einziges Fairway traf, kämpfte er sich mit Birdies – unter anderem an der 8 und der 11 – Loch für Loch heran. Mitten auf den Back Nine war der Fünf-Schläge-Vorsprung komplett weg: Clark und McIlroy standen laut CBS Sports plötzlich gleichauf bei 14 unter Par.
Doch statt einzubrechen, konterte Clark auf den Schlusslöchern und stellte den Abstand wieder her. Bei McIlroy war es am Ende ein Bogey an der 17, das die Jagd endgültig beendete. Platz drei mit 13 unter Par ist stark – aber an diesem Sonntag war mehr drin. Cantlay schob sich mit einem starken Finish noch auf Rang zwei und schnappte sich damit nebenbei ein extrem wertvolles Ergebnis, dazu unten mehr.
Strakas East-Lake-Drama: T33 statt Tour Championship
Jetzt zur bitteren Nachricht für alle Fans aus dem deutschsprachigen Raum. Sepp Straka war als 39. der FedEx-Cup-Standings nach St. Louis gereist – und nur die Top 30 nach der BMW Championship 2026 qualifizieren sich für die Tour Championship in East Lake. Nach einer 73 zum Auftakt und einer 68 am Freitag zündete der Österreicher am Samstag: eine fehlerlose 65, eine der besten Runden des Tages, wie golf-live.at berichtete. Klar war aber auch: Für den Sprung in die Top 30 brauchte Straka am Sonntag ein Spitzenergebnis.
Das kam nicht. Mit einer 72 in der Finalrunde beendete Straka die Woche auf dem geteilten 33. Platz bei 2 unter Par – zu wenig für East Lake, das bestätigt auch das finale ESPN-Leaderboard. Die Runden 73-68-65-72 erzählen die ganze Geschichte: Der verpatzte Donnerstag war am Ende genau die Hypothek, die sich nicht mehr abtragen ließ. So endet die Saison des besten Golfers aus der DACH-Region eine Woche vor dem großen Finale. Ein Deutscher stand übrigens gar nicht erst im 50er-Feld von St. Louis.
An der Bubble ging es derweil brutal zu: Robert MacIntyre spielte sich mit einer Schluss-65 noch in die Top 30, während Rickie Fowler sich mit einem Bogey am letzten Loch selbst aus dem Feld kegelte, wie Golf Channel berichtet. Und Cantlay? Der stand vor der Woche noch außerhalb der Top 30 – und löste mit seinem zweiten Platz das East-Lake-Ticket quasi in letzter Sekunde.
Ausblick: Tour Championship – alle bei null, einer wird Champion
Weiter geht es vom 27. bis 30. August im East Lake Golf Club in Atlanta. Wichtig für alle, die das Format noch mit Startvorsprung im Kopf haben: Den Staffelstart gibt es nicht mehr. Alle 30 Spieler gehen bei Even Par ins Turnier, und wer die Tour Championship gewinnt, ist automatisch FedEx-Cup-Champion. Heißt: Clark reist mit maximalem Momentum an, aber sein Vorsprung aus einer überragenden Playoff-Woche ist am ersten Abschlag von Atlanta nichts mehr wert. Auch Scottie Scheffler, McIlroy, Cantlay und Co. starten bei null. Vier Tage, 30 Spieler, ein Titel – mehr Zuspitzung geht im Profigolf kaum.
Was du aus Bellerive mitnimmst: Kontrolle gewinnt
Ob Clarks Nervenstärke, McIlroys Attacke oder Strakas Kampf ums Ticket – entschieden wurde diese Woche vor allem rund ums Grün, dort, wo du den Ball kontrollieren musst statt ihn nur weit zu schlagen. Wenn du an genau diesem Teil deines Spiels arbeitest, lohnt sich ein Ball mit Urethan-Cover und Greenside-Spin wie der Lobbie PURE. Du willst erst ausprobieren, ob er zu dir passt? Dann starte mit dem Lobbie PURE Testpaket mit drei Bällen – und wenn du tiefer in die Materialfrage einsteigen willst, findest du in unserem Urethan-vs.-Surlyn-Vergleich alles Wichtige.
So oder so: Nach diesem Finale in Bellerive darfst du dich auf Atlanta freuen. Die BMW Championship 2026 hat geliefert – jetzt geht es um alles.

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