versandkostenfreier Versand in Deutschland ab 60 EUR

Die FedEx Open de France 2026 hat ihren Sieger – und der kommt aus England: Matt Fitzpatrick hat sich am 27. September auf dem legendären Le Golf National bei Paris mit drei Schlägen Vorsprung durchgesetzt. Aus deutscher Sicht war es ein Turnier zwischen Gänsehaut und Wermutstropfen: Marcel Siem spielte drei Tage lang groß auf und wurde am Ende 14.

Fitzpatrick zähmt den Ryder-Cup-Platz

Le Golf National, Austragungsort des Ryder Cup 2018, gilt als einer der anspruchsvollsten Plätze im Kalender der DP World Tour: enge Fairways, Wasser an den Schlusslöchern, Bestrafung für jeden losen Schlag. Fitzpatrick spielte das Turnier trotzdem in 20 unter Par (264 Schläge) – laut Sky Sports brachte er seinen Vorsprung in einer zähen Finalrunde kontrolliert ins Ziel und gewann mit drei Schlägen vor dem Spanier Angel Hidalgo (17 unter Par).

Für den US-Open-Champion von 2022 ist es bereits der vierte Sieg des Jahres 2026 und der 15. Titel seiner Profikarriere – Fitzpatrick spielt aktuell die vielleicht konstanteste Saison seines Lebens. Titelverteidiger Michael Kim hatte das Turnier mit einer Führung nach Runde eins eröffnet, konnte das Tempo aber nicht über die volle Distanz halten. Dotiert war das Event laut Golf Monthly mit 3,75 Millionen US-Dollar, von denen 637.500 an den Sieger gingen.

Marcel Siem: Drei Tage Spitzenklasse, ein Tag Realität

Die deutsche Geschichte des Turniers schrieb Marcel Siem. Der Routinier startete mit Runden von 69 und 64 Schlägen ins Turnier und spielte sich damit ins Spitzenfeld – die 64 am Freitag war eine echte Ansage an die Konkurrenz. Mit einer 68 am Samstag hielt er die Chance auf ein Topergebnis am Leben. Laut Golf Live musste er am Finaltag mit einer 73 aber Federn lassen und rutschte noch auf Rang 14 zurück – ein starkes Resultat, auch wenn deutlich mehr drin war.

Insgesamt waren sieben deutsche Profis in Paris am Start, fünf von ihnen brachten sich laut Golf Live schon am ersten Tag auf Cut-Kurs – ein ordentliches Lebenszeichen des deutschen Herrengolfs in einem stark besetzten Feld. Dass am Ende Siem der beste Deutsche war, passt ins Bild seiner Spätkarriere: Der Mann wird nicht müde, sich mit den Jungen anzulegen.

Bitter bleibt die abschließende 73 trotzdem, denn die Konstellation war verlockend: Nach drei Runden hatte Siem laut Golf Live die Chance auf ein dringend benötigtes Topergebnis noch fest in der Hand, und ein Topresultat auf einem Platz dieses Kalibers hätte für die Saisonwertung richtig gezählt. Stattdessen wurde es der Klassiker, den jeder Clubgolfer kennt – ein Finaltag, an dem die Putts nicht mehr fallen wollen und aus einem möglichen Ausrufezeichen ein solides Ergebnis wird. An der Gesamtbilanz einer starken Woche ändert das wenig: drei von vier Runden unter Par, davon eine 64 auf einem der schwersten Kurse Europas.

Warum Le Golf National ein Präzisionstest ist

Der Albatros-Kurs von Le Golf National ist als Stadionplatz gebaut: Wasser und Hügelkanten rahmen die Schlusslöcher ein, tausende Zuschauer sitzen wie im Amphitheater direkt an den Grüns. Beim Ryder Cup 2018 zerlegte Europa hier das US-Team – nicht zuletzt, weil der Platz wilde Longhitter gnadenlos bestraft und Strategen belohnt. Wer den Platz kennt, weiß: Hier gewinnt nicht der längste Drive, sondern das beste Scoring-Spiel. Die Grüns sind gut verteidigt, die Annäherungen müssen kontrolliert landen und schnell liegen bleiben, sonst warten Wasser und tiefes Rough. Fitzpatricks Sieg ist ein Lehrstück in Ballkontrolle – 20 unter Par auf diesem Kurs schafft nur, wer aus 80 bis 130 Metern konstant Birdiechancen liegen lässt, im wörtlich besten Sinne.

Genau diese Kontrolle ist übrigens der Grund, warum Profis ausnahmslos Bälle mit Urethan-Schale spielen. Was der Unterschied zwischen den Schalenmaterialien für dein eigenes Spiel bedeutet, liest du in unserem Ratgeber Urethan vs. Ionomer – und mit dem Lobbie PURE von Red Lobster Golfing bekommst du genau diese Urethan-Performance, bis zu 40 % günstiger als Titleist Pro V1 im Einzeldutzend.

Ausblick: Die DP World Tour biegt auf die Zielgerade ein

Mit der Open de France geht die europäische Saison in ihre heiße Phase: Es folgen die traditionsreichen Herbst-Events, ehe im November das große Saisonfinale ansteht. Für Fitzpatrick geht es um eine Topplatzierung im Race to Dubai, für die deutschen Spieler in den kommenden Wochen um Weltranglistenpunkte und Kategorien für 2027. Siems Auftritt von Paris macht Lust auf mehr – und die Form stimmt offensichtlich.

Spannend wird auch, wie die DP World Tour ihre Herbstwochen sportlich einordnet: Zwischen den Stars, die nach der US-Saison zurück nach Europa kommen, und den Tour-Profis, die um jeden Kategorienpunkt kämpfen, entsteht in dieser Phase traditionell die dichteste Konkurrenz des Jahres. Die Open de France hat gezeigt, wie hoch das Niveau in dieser Phase ist – selbst eine 64 wie die von Siem reichte am Ende nicht für das ganz große Ergebnis, weil an der Spitze schlicht niemand nachließ.

Fazit: Ein würdiger Champion, ein starker Siem

Matt Fitzpatrick gewinnt die FedEx Open de France 2026, weil er auf einem der schwersten Plätze Europas am wenigsten Fehler gemacht hat – 20 unter Par in Paris ist eine Zahl, die man erst mal sacken lassen muss. Und Marcel Siem zeigt mit Rang 14, dass mit ihm weiter zu rechnen ist. Frankreich, es war uns wie immer ein Fest – Stand 28. September 2026 darf sich die DP World Tour über einen ihrer Champions in Bestform freuen.

Latest Stories

Dieser Abschnitt enthält derzeit keine Inhalte. Füge über die Seitenleiste Inhalte zu diesem Abschnitt hinzu.